Du räumst deine Website auf und löschst eine Seite. Die Links darauf entfernst du, die Eine XML-Sitemap ist eine maschinenlesbare Datei, die wichtige URLs einer Website auflistet. Sie hilft Suchmaschinen, Inhalte effizienter zu finden, ersetzt aber keine interne Verlinkung und garantiert keine Indexierung.Zum Glossareintrag → ist sauber. Google zeigt die Adresse trotzdem noch in den Suchergebnissen. Wer darauf klickt, landet auf einer Fehlerseite.

Das ist normal. Google merkt erst beim nächsten Besuch, dass eine Seite weg ist, und die Daten der Die Google Search Console (GSC) ist ein kostenloses Google-Tool, das zeigt, wie eine Website in der organischen Suche performt, mit Daten zu Impressionen, Klicks, Klickrate und durchschnittlicher Position sowie zu Indexierung und technischen Problemen.Zum Glossareintrag → laufen Wochen nach. Die Frage ist nur: Was soll ein Besucher sehen, der die alte Adresse aufruft?

In RankScan heisst die passende Massnahme «Gelöschte Seiten noch bei Google». Sie listet die Seiten, die keine Seite deiner Website mehr verlinkt, die Google aber noch zeigt.

Eine gelöschte Seite ist kein Fehler. Sie verlangt eine Entscheidung: Weiterleitung auf eine passende Seite oder ein klares «gibt es nicht mehr».


Key Takeaways sind die wichtigsten Erkenntnisse eines Artikels als kurze, gut scanbare Liste. Sie helfen Nutzern, zentrale Aussagen schnell zu erfassen.Zum Glossareintrag →
  • RankScan prüft nach jedem vollständigen Beim Crawling ruft ein Suchmaschinen-Bot eine URL ab und lädt deren Inhalte herunter. Es ist der erste Schritt, bevor eine Seite indexiert werden kann.Zum Glossareintrag → die Adressen, die Google kennt. Liefert eine davon einen Fehler 4XX wie 404 oder 410, verlinkt keine Seite deiner Website darauf und hat sie noch Nachfrage bei Google, entsteht der Befund.
  • Einstufung in RankScan: Schwere mittel · Aufwand gering · Arbeitsart Entwicklung. Erreicht keine Seite 5 Klicks oder 100 Impressionen geben an, wie oft das Suchergebnis einer Website in der Google-Suche eingeblendet wurde, unabhängig davon, ob darauf geklickt wurde. Sie sind eine Kernmetrik der Google Search Console und zeigen die reine Sichtbarkeit einer Seite für bestimmte Suchanfragen.Zum Glossareintrag → bei einer durchschnittlichen Position von 10 oder besser, ist die Massnahme nur ein Hinweis.
  • Die Massnahme braucht eine verbundene Google Search Console. Ohne sie entsteht die Massnahme nicht.
  • Gibt es eine thematisch passende Seite, leite per 301 dorthin weiter. RankScan schlägt dir eine Seite vor.
  • Leite nie auf die Startseite oder eine beliebige Seite weiter. Google wertet das meist als Ein Soft 404 ist eine Seite, die wie eine Fehlerseite wirkt oder irrelevant weiterleitet, technisch aber den Statuscode 200 sendet. Suchmaschinen können sie fälschlich als gültige Seite werten.Zum Glossareintrag →.
  • Gibt es keine passende Seite, ist 410 oder 404 richtig. Google behandelt beide gleich.
  • Prüfe vor einem 410 in der Search Console unter «Links», ob fremde Websites auf die Adresse verlinken.
  • Prüfweg: Melde die Massnahme als umgesetzt. Der nächste vollständige Crawl prüft jede Adresse.

Warum Google gelöschte Seiten noch zeigt #

Google besucht eine Seite nicht täglich. Erst beim nächsten Abruf sieht der Crawler den Status 404 oder 410 und nimmt die Adresse aus dem Bei der Indexierung verarbeitet eine Suchmaschine gecrawlte Inhalte und entscheidet, ob eine URL in den Suchindex aufgenommen wird. Nur indexierte Seiten können in den Suchergebnissen erscheinen.Zum Glossareintrag →. Bis dahin steht sie in den Suchergebnissen.

Die Search Console zeigt Klicks und Impressionen zudem über Zeitfenster. In den ersten Wochen nach dem Löschen enthalten diese Zahlen noch die Nachfrage von vorher. Das ist nützlich: Du siehst, was die Seite hatte, und kannst entscheiden, ob sich eine Weiterleitung lohnt.


Was bedeutet «Gelöschte Seiten noch bei Google»? #

Einstufung in RankScan: Schwere mittel · Aufwand gering · Arbeitsart Entwicklung.

RankScan crawlt neben den verlinkten Seiten auch die Adressen, die Google aus der Search Console kennt. Die Massnahme entsteht für eine Adresse, wenn:

  1. sie im Crawl einen Fehler 4XX liefert (ausser 429), meist 404 oder 410, oder per Weiterleitung auf der Startseite endet,
  2. keine Seite deiner Website auf sie verlinkt,
  3. sie bei einem Fehler 4XX nicht in deiner Extensible Markup Language (XML) ist ein flexibles Textformat zur strukturierten Speicherung und zum Austausch von Daten. Im SEO-Umfeld ist vor allem die XML-Sitemap bekannt.Zum Glossareintrag → steht,
  4. sie keine Seite eines deiner Topics und nicht die Startseite ist,
  5. sie bei Google in den letzten 28 Tagen mindestens 10 Impressionen oder 1 Klick hatte (siehe unten). Das Fenster endet am letzten Tag, für den die Search Console Daten liefert.

Ein partieller Crawl am Seitenlimit prüft Links und Sitemap nicht neu. Er übernimmt dieses Urteil aus dem letzten vollständigen Crawl. Die Nachfrage bei Google liest er dagegen neu.

Liefert eine gelöschte Seite einen Fehler 4XX und steht sie noch in der Sitemap oder verlinkt eine Seite darauf, meldet RankScan weiter einen Fehler 4XX. Dann ist der Defekt auf deiner Website, nicht bei Google. Wie du solche Links findest, steht im Artikel zu 404-Fehlern und toten Links.

Eine Seite, die noch online ist und auf die nur keine Seite mehr verlinkt, fällt nicht unter diese Massnahme. Sie ist eine verwaiste Seite.

Hinweis oder Massnahme #

Nicht jede gelöschte Seite ist gleich wichtig. RankScan stuft jede Adresse nach ihrer Nachfrage ein:

  • Hinweis: mindestens 10 Impressionen oder 1 Klick in 28 Tagen. Auch viele Impressionen jenseits der ersten Ergebnisseite bleiben ein Hinweis, denn dort sieht die Seite kaum jemand.
  • Warnung: mindestens 5 Klicks, oder mindestens 100 Impressionen bei einer durchschnittlichen Position von 10 oder besser.
  • Darunter meldet RankScan nichts.

Die Massnahme übernimmt die höchste Stufe ihrer Liste. Hat keine Seite eine Warnung, steht sie als Hinweis in der Liste. Sie zählt dann nicht und wird kein nächster Schritt. Diese Schwellen sind Startwerte und können sich ändern.

Was die Liste zeigt #

Je Adresse siehst du den Status, die Klicks, Impressionen und Position bei Google und einen Vorschlag für die Nachfolgeseite. RankScan nimmt dafür zuerst die übergeordnete Seite, zum Beispiel /produkte/ für /produkte/stuhl-x/. Ist das die Startseite oder fehlt sie, sucht RankScan die Seite mit dem ähnlichsten Titel. Passt keine, steht kein Vorschlag. Kein Vorschlag ist besser als ein schlechter.


So entscheidest du: 301 oder 410 #

Die Faustregel: Findet jemand, der die alte Adresse aufruft, auf einer anderen Seite, was er sucht? Wenn ja, leite dorthin weiter. Wenn nein, sag klar, dass es die Seite nicht mehr gibt.

Schritt 1: Passende Seite suchen #

Öffne die Liste «Gelöschte Seiten bei Google» in der Massnahme. Prüfe für jede Adresse, ob eine andere Seite denselben Inhalt bietet. Das kann eine Seite sein, die den Inhalt ersetzt oder zusammenfasst, oder eine übergeordnete Seite zum selben Thema, etwa die Kategorie statt eines einzelnen Produkts.

Nimm den Vorschlag von RankScan als Startpunkt. Passt er nicht, wähle selbst eine Seite.

Schritt 2: 301 auf die passende Seite #

Gibt es eine passende Seite, lass Entwicklung oder Agentur eine Der HTTP-Status 301 signalisiert eine dauerhafte Weiterleitung: Eine URL wurde permanent durch eine andere ersetzt. Suchmaschinen übertragen die Signale auf die Ziel-URL.Zum Glossareintrag → einrichten. Google wertet eine permanente Weiterleitung als starkes Signal, dass die neue Seite massgeblich ist, und überträgt die Signale der alten Adresse. Besucher landen am Ziel statt auf einer Fehlerseite.

Leite direkt auf das endgültige Ziel, ohne Zwischenstationen. Google empfiehlt, Eine Weiterleitung (Redirect) leitet Nutzer und Suchmaschinen von einer URL auf eine andere um. Sie kann dauerhaft (301) oder temporär (302) sein und überträgt Signale auf die Ziel-URL.Zum Glossareintrag → möglichst lange stehen zu lassen, in der Regel mindestens ein Jahr.

Schritt 3: Nie auf die Startseite #

Eine Weiterleitung auf die Startseite wirkt bequem. Google wertet sie meist als Soft 404: Die alte Adresse hat keinen Nachfolger, also gehen die Signale trotzdem verloren. Besucher sind eher irritiert als geholfen, denn sie finden nicht, was sie gesucht haben.

RankScan erkennt diesen Fall. Leitet eine gelöschte Adresse auf die Startseite weiter, bleibt sie in der Liste, mit dem Vermerk «leitet auf die Startseite weiter».

Gibt es keine passende Seite, ist 410 «Gone» oder 404 die richtige Antwort. Google behandelt alle Statuscodes 4XX ausser 429 gleich und nimmt die Adresse aus dem Index. 410 sagt zusätzlich klar, dass die Seite absichtlich entfernt wurde.

Prüfe vorher in der Search Console unter «Links», ob fremde Websites auf die Adresse verlinken. RankScan sieht keine Backlinks. Hat die Seite wertvolle externe Links, lohnt sich die Suche nach einer thematisch nahen Seite für eine 301.

Biete auf der Fehlerseite Wege weiter an: eine Suche, die wichtigsten Kategorien, einen Link zur Startseite. Der Server muss dabei den Status 404 oder 410 senden.

Schritt 5: Saisonale Seiten online lassen #

Kommt der Inhalt jedes Jahr wieder, etwa eine Herbstaktion oder ein jährlicher Anlass, lösche die Seite besser nicht. Lass sie mit einem Hinweis online, zum Beispiel «Die nächste Aktion startet im September». So behält die Adresse ihre Geschichte bei Google.

Schritt 6: Schneller aus Google entfernen (optional) #

Soll Google die Adresse schnell nicht mehr zeigen, nutze in der Search Console das Tool «Entfernungen». Es blendet die Adresse für etwa sechs Monate aus. Dauerhaft wirkt das nur, wenn die Seite in dieser Zeit 404 oder 410 liefert.

Schritt 7: Massnahme melden #

Veröffentliche die Weiterleitungen und melde die Massnahme in RankScan als umgesetzt.

Prüfweg: Der nächste vollständige Crawl prüft jede Adresse der Liste. Eine Adresse fällt heraus, sobald sie auf eine andere Seite als die Startseite weiterleitet, sobald sie wieder online ist (Status 2XX) oder sobald ihre Nachfrage unter die Hinweis-Schwelle fällt. Weil das Zeitfenster 28 Tage umfasst, schliesst eine Adresse über den zweiten Weg frühestens vier Wochen nach dem letzten Klick. Liefert die Adresse 4XX und verlinkt eine Seite sie wieder oder steht sie wieder in der Sitemap, meldet RankScan stattdessen einen Fehler 4XX.


Was zuerst klären, bevor du eine Seite löschst #

Die beste Weiterleitung ist die, die du beim Löschen schon einrichtest. Diese allgemeine Checkliste hilft vor dem Löschen; RankScan prüft davon nur die Punkte zur Sitemap und zu internen Links.

  • Nachfrage: Bringt die Seite noch Besucher aus Google? Dann ist eine Überarbeitung oft besser als das Löschen.
  • Backlinks: Verlinken fremde Websites auf die Seite? Dann eine thematisch nahe Seite für die 301 suchen.
  • Interne Verlinkung bezeichnet Links, die Seiten innerhalb derselben Website miteinander verbinden. Sie steuern, wie Suchmaschinen und Nutzer Inhalte finden und thematisch einordnen.Zum Glossareintrag → und Sitemap: Links auf die Seite anpassen und die Adresse aus der XML-Sitemap nehmen.
  • Anzeigen: Prüfen, ob die Adresse irgendwo als Ziel-URL in Kampagnen steht. Sonst führen Anzeigen ins Leere oder werden abgelehnt.

Häufige Fehler #

Fehler 1: Alles auf die Startseite leiten #

Der häufigste Fehler. Google wertet das meist als Soft 404, und Besucher finden nicht, was sie gesucht haben. Leite nur auf thematisch passende Seiten weiter.

Fehler 2: Gelöschte Seite in der Sitemap lassen #

Die Sitemap sagt Google, welche Seiten wichtig sind. Steht eine gelöschte Adresse darin, ist das ein Defekt. RankScan meldet ihn als Fehler 4XX. Mehr dazu steht im Artikel zur XML-Sitemap.

Fehler 3: Weiterleitungsketten #

Leitet /alt auf /zwischen und das auf /neu, kostet jeder Schritt Zeit. Leite direkt auf das Ziel.

Fehler 4: Weiterleitungen nach wenigen Wochen entfernen #

Google und Besucher brauchen Zeit, bis die neue Adresse überall angekommen ist. Lass Weiterleitungen mindestens ein Jahr stehen.


Checkliste: gelöschte Seiten #

  • Für jede Adresse geprüft, ob eine passende Seite existiert,
  • 301 auf passende Seiten eingerichtet, direkt aufs Ziel, nie auf die Startseite,
  • vor einem 410 die Links in der Search Console geprüft,
  • ohne passende Seite: 410 oder 404 mit hilfreicher Fehlerseite,
  • saisonale Seiten online gelassen,
  • optional das Tool «Entfernungen» genutzt,
  • Massnahme in RankScan als umgesetzt gemeldet.

Häufige Fragen zu gelöschten Seiten #

Schadet eine 404 meiner Website?

Nein. Google sagt selbst, dass 404 für entfernte Inhalte die richtige Antwort ist und der übrigen Website nicht schadet. Schädlich ist nur ein Link auf die fehlende Seite, denn er schickt Besucher ins Leere.

Ist 410 besser als 404?

Für Google macht es praktisch keinen Unterschied: Alle Statuscodes 4XX ausser 429 behandelt Google gleich. 410 sagt aber klarer, dass die Seite absichtlich entfernt wurde.

Warum zeigt RankScan die Seite, obwohl ich alle Links entfernt habe?

Weil Google sie noch zeigt. RankScan prüft auch die Adressen, die Google kennt. Genau dort landen Besucher aus der Suche.

Warum ist die Massnahme nur ein Hinweis?

Weil keine Adresse 5 Klicks erreichte und keine 100 Impressionen bei einer durchschnittlichen Position von 10 oder besser hatte. Eine Weiterleitung lohnt sich trotzdem, wenn es eine passende Seite gibt.

Warum sehe ich die Massnahme nicht?

Sie braucht eine verbundene Google Search Console. Ohne sie kennt RankScan die Nachfrage bei Google nicht.


Fazit: entscheiden statt weiterleiten auf Verdacht #

Eine gelöschte Seite, die Google noch zeigt, ist kein Defekt, aber eine offene Entscheidung. Gibt es eine passende Seite, führt eine 301 Besucher ans Ziel. Gibt es keine, ist 410 die ehrliche Antwort. Die Startseite ist nie das richtige Ziel.


Quellen und weiterführende Informationen #